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Klappern in Dörrmorsbach – gelebte Tradition an den Kartagen

In Dörrmorsbach halten Ministranten eine besondere Tradition am Leben – mit Holzklappern ersetzen sie die Kirchenglocken.

„An Karfreitag fliegen die Glocken nach Rom“, heißt es im Volksmund. Traditionell verstummten die Kirchenglocken bis zum Ostersonntag. Das gewohnte Läuten am Morgen um 6:00 Uhr, mittags um 12:00 Uhr und abends um 18:00 Uhr übernahmen in dieser Zeit die „Klapperer“.

In Dörrmorsbach begann der Tag für die Ministranten schon früh: Bereits um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Während viele im Ort noch schliefen, zogen sie mit Ratschen und Holzklappern durch die Straßen und verkündeten mit ihrem Sprechgesang:


Ave Maria, gratia plena, dominus tecum!


Das bedeutet: „Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.“

Das Klappern hat in Dörrmorsbach eine lange Tradition. Ein besonderes Zeugnis dafür ist eine Holzklapper aus dem Jahr 1963: Mit ihr hat unser Küster Karl Konrad bereits im Alter von fünf Jahren geklappert – und auch schon die Generationen vor ihm hatten diesen Brauch gepflegt.

Am Karsamstag zogen die Ministranten am Nachmittag mit einem Bollerwagen durch den Ort und sammelten an den Häusern Süßigkeiten und auch Geldspenden als Dank für ihren Einsatz. Um 18:00 Uhr erklang dann das letzte Klappern. Den Abschluss bildete der feierliche Gottesdienst am Ostersonntag. Danach waren alle zwar etwas müde, aber vor allem glücklich und stolz, diese schöne Tradition weitergeführt zu haben.

In diesem Jahr waren als Klapperer im Einsatz: Leo Rosenberger, Darien Stürmer und Mick Hubert – herzlichen Dank euch!

Frohe Ostern!

Text: Sonja Hubert